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Herrenhaus Kleingera öffnete zum Denkmaltag

Treppenaufgang im Herrenhaus
Treppenaufgang im Herrenhaus
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Viele Besucher zog es auch wieder am dritten Tag zum Rittergutsfest nach Kleingera, dass an diesem Tag ganz im Zeichen des Tag des offenen Denkmals stand. Die Mitglieder des Vereins hatten angefangen von der Deko bis hin zur Verpflegung der vielen Gäste alles aufgeboten und unzählige Stunden bei den Vorbereitungen geleistet. Das Herrenhaus des Rittergutes hat eine wechselvolle Geschichte, 1906 erwirbt Paul Speck, ein Kaufmann aus Auerbach, das Anwesen und lässt das Herrenhaus durch einen Anbau an der Gartenseite umgestalten. Anschließend übernimmt sein Sohn Victor den Besitz. 1945 wurde die Familie Speck enteignet und aus der DDR ausgewiesen.
In den vergangenen 17 Jahren verschlechterte sich die Situation für das alte Herrenhaus, das sich in kommunalem Besitz befindet, zusehends. Nach der Eingemeindung Kleingeras in die Stadt Elsterberg 1994 entfiel die Nutzung des Gemeindeamtes. Auch der Kindergarten wurde 1998 geschlossen. Nach und nach verließen in den Folgejahren die Mieter das Haus, da seitens der Stadt keine nennenswerten Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Seit 1999 machten sich Ortschaftsräte für das Rittergut stark und gründeten den Verein zur Erhaltung eines best erhaltenen Objekte dieser Art in Sachsen.
Interessant war die Ausstellung mit vielen liebevoll in Szene gerückten Ausstellungsstücken in der Bauernstube. Von den oberen Etagen hat man einen wunderbaren Blick auf den Küchenteich mit einer Insel. Ältere Einwohner erinnern sich noch, das Schwimmen in einem abgegerenzten Teil des Küchenteiches erlernt zu haben. Auf der Insel steht eine mächtige Weide, die allerdings das Entenhäuschen verdeckt.
Schüler der Grundschule Elsterberg unterhielten die Gäste im Festzelt am Nachmittag mit der lustigen Hasenschule. Kutschfahrten durch den Ort rundeten den Nachmittag am Sonntag ab.

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